Facilitation ist das englische Wort für Moderation, konkreter Businessmoderation. Es bezeichnet
Facilitation bedeutet im Kern „Erleichterung“ oder „Möglich‑Machen“ von Gruppenprozessen, also die professionelle Begleitung von Gruppen, damit diese ihre Ziele und Lösungen besser und eigenständig erarbeiten können.
Kurzdefinition
- „To facilitate“ heißt erleichtern, unterstützen, ermöglichen.
- Im beruflichen Kontext ist Facilitation die Prozessbegleitung von Gruppen in Meetings, Workshops oder Veränderungsprozessen, damit sie besser zusammenarbeiten und Entscheidungen selbst treffen.
Was macht eine Facilitatorin?
- Gestaltet den Rahmen (Ablauf, Methoden, Raum, Zeit), nicht die Inhalte.
- Sorgt dafür, dass alle teilnehmen können, Machtunterschiede ausgeglichen und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.
- Unterstützt die Gruppe, ihre eigene „kollektive Intelligenz“ und Kreativität zu nutzen, statt Lösungen vorzugeben.
Abgrenzung zu Moderation
- Beide leiten Gruppen an, aber Facilitation legt mehr Gewicht auf Haltung, Beteiligung und Selbstverantwortung der Gruppe, weniger auf „Steuern“ oder Vermitteln von Inhalten.
- Eine häufige Beschreibung: Facilitation ist die „Kunst, die Kraft einer Gruppe durch Dialog und Klarheit freizusetzen“.
Wenn du magst, kann ich dir als Nächstes typische Methoden der Facilitation (z.B. World Café, Dynamic Facilitation) kurz erklären oder beim Formulieren einer eigenen
Die MODERATIOnsMETHODE© [SixSteps Moderation] nach Josef W. Seifert von MODERATIO ist die Basis professioneller Moderation. Sie dient dazu, in Gruppengesprächen Themen strukturiert, zeiteffizient, ziel- und ergebnisorientiert zu bearbeiten, jeden Teilnehmer einzubinden und zu Beschlüssen zu kommen, die von allen mitgetragen werden. Moderation ist deshalb eine zentrale Schlüsselqualifikation für Führungskräfte und Mitarbeiter, Teamleiter, Projektleiter, Berater und Trainer.
SixSteps Facilitation ist ein bewährtes Moderations- und Facilitationsmodell für Meetings, Workshops und Gruppenprozesse. Es wurde von Josef W. Seifert entwickelt und strukturiert den Ablauf eines Gruppengespräches in sechs logische Schritte, um effiziente Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Die sechs Schritte
- 1. Einsteigen: Begrüßung, Klärung von Zielen, Zeiten und Arbeitsweise, damit alle Teilnehmer „ankommen“.
- 2. Sammeln: Zusammentragen relevanter Themen oder Agenda-Erstellung für einen gemeinsamen Überblick.
- 3. Auswählen: Priorisierung und Festlegung der Reihenfolge, um die Agenda gruppenbasiert zu bündeln.
- 4. Bearbeiten: Intensive Auseinandersetzung mit den ausgewählten Themen.
- 5. Planen: Umsetzung in konkrete Maßnahmen (Wer? Was? Bis wann?), inklusive To-do-Listen.
- 6. Abschließen: Reflexion der Ergebnisse, Würdigung und Ableitung von Verbesserungen.
Das Modell ist flexibel einsetzbar in Präsenz-, Online- oder Hybrid-Formaten und wird in Seiferts Buch „SixSteps Facilitation“ detailliert beschrieben. Es unterscheidet sich vom NLP-„Six-Step“-Reframing, das ein therapeutisches Verfahren ist.
Das Moderationsmodell beschreibt die Aufgaben, für die ein Moderator Verantwortung übernehmen kann. Dazu gehört neben der Strukturierung der Arbeitsphasen auch die Beobachtung und methodische Begleitung der gruppendynamischen Phasen.
Die Moderationsmethode bezieht sich hier jedoch nur auf die Moderationsphasen, nicht auf andere Aspekte des Moderationsdesigns wie Community Building, Umgang mit Konflikten oder Kreativitätstechniken.
