Facilitation: Zentrale Begriffe

🟥 Facilitation

🟥 Haltung

🟥 Organisationsklugheit

🟥 Struktur

🟥 Selbstorganisation

🟥 Ziel


🟥 Facilitation

Der englische Begriff „Facilitation“ (lat. facilis „leicht“) bedeutet „Erleichterung“ und bezieht sich im organisationalen Kontext, im weiteren Sinne, auf Organisationsentwicklung, also die Gestaltung und Begleitung von Veränderungs- und Optimierungsprojekten, das Arbeiten an Vision, Strategie, Neuausrichtung und Organisationstransformation. Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff Facilitation auf die (Beg)leitung von Meetings, Workshops und Großgruppen, sowohl im Präsenz- als auch im Online-Setting. Die Aufgabe des Erleichterns wird von „Facitatoren“, die als Prozessberater, Prozessgestalter und Prozessbegleiter wirken, geleistet. Das Pendant in deutscher Sprache, ist der „Businessmoderator“.

Josef W. Seifert: „Facilitation ist die Methodik und die Kunst, Kooperation statt Konkurrenz zu fordern und zu fördern sowie durch die Organisation von Selbstorganisation zu Kreativität und Authentizität zu ermutigen und so die Bewältigung gemeinsamer Aufgaben zu erleichtern.“

🟥 Haltung

Die richtige Haltung

Jedes Tun geschieht aus einer (unbewussten) Haltung heraus, aus einer tiefen Überzeugung, wie etwas richtig und zu tun ist. Auch jedem „Facilitating“, jedem Moderieren liegt eine Haltung zugrunde aus der heraus der Facilitator agiert. Um als Facilitator hilfreich sein zu können bedarf es einer spezifischen Haltung, die es einzunehmen gilt, um wirksam „Begleitung für Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten zu können. weiterlesen

🟥 Organisationsklugheit

Die Frage, ob es „klug“ oder „weise“ Organisationen geben kann, könnte man, frei nach Heinz von Förster, in die Kategorie unentscheidbarer Fragen einordnen. Ob eine Organisation klug oder weise ist, ist immer eine Zuschreibung, ein gedankliches Konstrukt, keine Tatsache. Das Gegenteil der jeweiligen Diagnose könnte immer auch zutreffen.

Nichtsdestotrotz kann dieses Konstrukt – als Hilfskonstruktion des Geistes zur besseren Bewältigung von Komplexität – eine echte Hilfe im Rahmen von Businessmoderation, Facilitation und Organisationsentwicklung sein. Was aber kann man als „Organisationsklugheit“ bezeichnen? …und wie kann man diese im Kontext systemtischer Organisationsberatung und Organisationsentwicklung nutzen? weiterlesen

🟥 Struktur

Jede Moderation lässt sich in 6 logisch auf einander aufbauenden Schritten denken, planen und realisieren.

Jedes „Gruppengespräch“, ob Routine-Meeting, Workshop oder Großgruppen-Konferenz hat einen Anfang, ein Einsteigen, oder „Onboarding“. Dann folgt ein Sammeln der Themen um die es geht, es wird die Agenda geklärt: „Worüber wollen oder müssen wir sprechen?“. Danach gibt es ein Auswählen oder Priorisieren: „Was bearbeiten wir zuerst?“. Es folgt ein, wie auch immer geartetes Bearbeiten der Themen oder „TOPs“. Der Abschluss jeder Themenbearbeitung kann ein Planen sein, ein definieren von Maßnahmen oder Folgeaktivitäten. Am Ende steht ein Abschließen oder „Offboarding“.

Dieses Basis-Raster, die „SixSteps of Facilitation“ kann für jede Zusammenkunft gedacht und als „Metamodell für Facilitation“ genutzt werden. Dazu gehören ModerationsDesigns, wie etwa: Appreciative Inquiry (AI), BarCamp, Dynamic Facilitation, Feedforward, Konfliktmoderation, Open Space, Real Time Strategic Change (RTSC), SixSteps, World Café, Zukunftskonferenz und Zukunftswerkstatt.

🔴 Die Basis-Struktur am Beispiel eines Workshops: YouTube [englisch]

🟥 Selbstorganisation

Die häufig, so oder ähnlich formulierte Aussage „Struktur widerspricht Selbstorganisation“ ist ein Scheinwiderspruch, weil Struktur und Selbstorganisation sich nicht logisch ausschließen, sondern auf verschiedene Ebenen bzw. Funktionen bezogen sind. Facilitatoren brauchen beides gleichermaßen. Die Frage lautet daher nicht: „Struktur oder Selbstorgansation?“, sondern „Wieviel Selbstorganisation braucht der zu plandende Prozess, welches Design mit welcher Anpassung, Modifizierung oder Modellierung ist für die anstehende Facilitation optimal?“ Es gilt einmal mehr „moderatio“: Die Mitte finden. weiterlesen

🟥 Ziel

Der konkrete Ablauf eines Gruppenprozesses ist auch für Moderation / Facilitation nicht vorhersehbar. Für die Vorbereitung einer Moderation sollte sich der Facilitator daher bewusst sein, dass er immer das Unplanbare plant. Planung ist also nur der eine Teil, der andere ist die Tatsache, dass der Weg beim ­– oder wie ich lieber sage durch’s ­– Gehen entsteht. Das verbindende Element ist das Ziel. weiterlesen

© facilitation.com 2026